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Kürzlich ist die letzte planmäßige Betaversion der kommenden neuen Firefox-Version 3.5 erschienen. Ursprünglich sollte der aktuellen Version 3.0 die Nummer 3.1 folgen und darüber hatte ich auch schon mal geschrieben, doch seitdem wurden so viele neue Features eingebaut, dass jetzt die Versionsnummer 3.5 angebracht und mein Artikel von damals völlig veraltet ist. Also auf ein neues – wie auch immer der Browser jetzt heißen mag, eine kleine Tour durch alle (für Webworker) wichtigen Features lohnt sich.
TraceMonkey
Spätestens seit Google seinen Browser Chrome auf die Welt losgelassen hat, ist die Javascript-Performance Thema Nummer 1 bei allen Browseranbietern und Firefox bietet für diesen Wettlauf eine Technologie namens TraceMonkey auf. Dadurch sollen Script um ein vielfaches schneller aus vorher ausgeführt werden können. Genaueres zur Funktionsweisen von TraceMonkey findet sich in diesem und in diesem Blogpost – einfach ausgedrückt sucht TraceMonkey nach sich wiederholenden Mustern im Script und optimiert den daraus interpretierten Code. Das führt dazu, dass ein Script wie dieses vom Firefox 3.5 250× schneller ausgeführt wird als vom Firefox 3.1:
for (var i = 0; i < 0x02000000; ++i) {
d = 0x55555555;
d++; d++; d++; d++; d++;
}
Praktischerweise wirkt sich TraceMonkey auch auf das sonst eher träge GUI von Firefox aus.
HTML5
Dass im neuen Firefox die HTML5-Elemente <video> und <audio> an Bord sein werden, ist schon länger bekannt. Das verspricht ein einfaches Einbinden von Video- und Audiodateien, für die der neue Feuerfuchs auch direkt die freien Codecs Theora und Vorbis mitbringt. Das Einbetten funktioniert genau so, wie man es von ähnlichen Elementen kennt:
<video src="test.ogg">
Dieser Text wird gezeigt, wenn der Browser <video> nicht versteht.
</video>
Besonders interessant ist dabei, dass man das Abspielen von Ton und Bild per Javascript steuern kann – alles dazu steht unter Using audio and video in Firefox im Developer-Wiki von Mozilla
CSS
An der CSS-Front hat sich eine Menge getan. Zum Beispiel werden neuerdings folgende Sekektoren unterstützt:
- :nth-child
- :nth-last-child
- :nth-of-type
- :nth-last-of-type
- :first-of-type
- :last-of-type
- :only-of-type
Außerdem wird im Firefox 3.5 Schrifteinbettung mittels @font-face genau so unterstützt wie Media Queries und text-shadow. Die Pseudoelemente :before und :after lassen sich endlich auch mit position, float und display stylen. Ebenfalls an Bord sind CSS-Transforms, mit denen sich beliebige Elemente wild drehen und verzerren lassen (ich hatte schon mal darüber geschrieben).
Sonstiges
Andere nette Features sind unter anderem:
- Private-Browsing-Modus
- Native JSON, schnell und sicher
- Geolocation-API
- Die Text-API und Schatteneffekte für
<canvas> - Offline resources gemäß aktuellem HTML 5 working draft
Ich denke angesichts dieser ganzen neuen Funktionen darf man dann auch mal ein paar Versionsnumnmern überspringen. Irgendwann im Laufe der nächsten zwei Monate dürfen wir dann die Ankunft eines beschleunigten und auch sonst schön aufgerüsteten Firefox feiern.
David ¶
Geschrieben am 28. April 2009 um 20:28 Uhr
Hab ihn mir gerade mal drauf gehauen. naja finde sind wieder sinnlose sachen dabei wie die bildanzeige bei tabs verschieben. ich warte ja immer noch auf chrome für den mac.