Weil es zur Zeit für Hard News zu heiß ist hier nochmal was lustiges: Die FIFA hat kürzlich das Logo für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien vorgestellt. Während in den Design- und Grafikerblogs über die handwerkliche Ausführung gestritten wird, sehe ich in dem Machwerk nur einen gewaltigen Facepalm – buchstäblich. Und ich bin froh, dass ich nicht der einzige bin, dem das so vorkommt:

Logo der Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Vom Hayungs

Die Denic hat sich ein neues Design zugelegt. Das hätte man vielleicht besser sein gelassen.

Das alte Design der Denic

Vorher

Das neue Design der Denic

Aktuell

Zugegeben sind beide Varianten keine Kunstwerke, aber wenigstens war das alte Design in seiner rustikal-behördlichen Nüchternheit einigermaßen übersichtlich und in sich schlüssig. Jetzt sind oben, rechts und links überall Sachen, die man anklicken kann (wobei man bei denen rechts nicht wirklich sieht, dass man da was klicken kann). Optisch wirkt das ganze wie eine in der Entstehung befindliche Seite eines Billig-Webhosters – unfertig irgendwie. Die stereotypen Grafiken sind überheftig komprimiert und das HTML ist auch mehr so medium. Die Anzahl der Divs ist sportlich und dann findet man da Sachen wie das hier:

<hr class="hideme" />
<div id="ie_clearing">
	 
</div>

Die Darstellung der Seite mit deaktiviertem Javascript ist auch eher als suboptimal zu bezeichnen, ohne dass man mit Javascript einen besonderen Mehrwert erreichen würde. Und für diese wenigen Auf- und Zuklapp-Funktionen gleich das komplette jQuery-Framework einzubinden …

Summa Sumarum: Fail.

Für fixe Layouts sind im Moment 960 Pixel Breite der Quasi-Standard, weil das bequem auf einer Auflösung von 1024 mal X Platz findet und diese schöne Zahl durch so circa alles teilbar ist (3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 16), so dass man entsprechend vielseitige Raster bauen kann. Am Wochenende habe ich allerdings ein Projekt angeschoben, das in erst in sehr ferner Zukunft auf die Menschheit losgelassen werden soll. Und da darf man dann auch schon mal über noch breitere Layouts Gedanken machen – bei manchen Benutzergruppen (z.B. bei den Lesern dieses Blogs) sind Auflösungen unter 1280 mal X längst auf dem Rückzug.

Eine gute (maximale) Seitenbreite nutzt möglichst viel Platz, lässt aber Platz für den vertikalen Scrollbalken  deren Breite Browsers liegt im Normalfall zwischen 15 und 17 Pixel  sagen wir der Einfachheit halber 20 Pixel. Dazu braucht es dann noch etwas Platz für alle, die nicht mit maximiertem Browserfenster unterwegs sind, d.h. wir werden wohl unter 1200 bleiben müssen. Also rechnen wir doch mal durch, welche Werte zwischen 1000 und 1200 durch mindestens 10 Zahlen zwischen 2 und 32 teilbar sind:

Breite Nr. Teiler Teiler
990 11 2, 3, 5, 6, 9, 10, 11, 15, 18, 22, 30
1008 14 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 12, 14, 16, 18, 21, 24, 28
1020 11 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 17, 20, 30
1050 11 2, 3, 5, 6, 7, 10, 14, 15, 21, 25, 30
1056 10 2, 3, 4, 6, 8, 11, 12, 16, 22, 24
1080 15 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12, 15, 18, 20, 24, 27, 30
1092 11 2, 3, 4, 6, 7, 12, 13, 14, 21, 26, 28
1120 10 2, 4, 5, 7, 8, 10, 14, 16, 20, 28
1140 11 2, 3, 4, 5, 6, 10, 12, 15, 19, 20, 30
1152 10 2, 3, 4, 6, 8, 9, 12, 16, 18, 24
1170 11 2, 3, 5, 6, 9, 10, 13, 15, 18, 26, 30
1176 11 2, 3, 4, 6, 7, 8, 12, 14, 21, 24, 28
1188 10 2, 3, 4, 6, 9, 11, 12, 18, 22, 27

Interessante Kandidaten aus dieser Liste wären in meinen Augen vor allem 1080 und 1152. Ersterer hat besonders viele Teiler (mehr als 960), letzterer dürfte die letzte Breite sein, die auch bei nichtmaximierten Browsern und 1280er-Auflösung tolerierbar ist. Und man muss bei solchen Maßen natürlich auch aufpassen, dass die Zeilenlänge nicht aus dem Ruder läuft. Aber bis man solche Breiten zu Felde führen kann, dürfte ohnehin erst mal noch ein gutes Stück Zeit vergehen.

Redesign beim W3C

7. April 2009, 08:00 Uhr 11 Kommentare · Schreiben

Mir war gänzlich entgangen, dass schon am 20. März das Design der W3C-Website in die Betaphase gegangen ist. Aber recht angenehm anschauen ist es schon – es gibt Whitespace, sanfte Farben und sogar Icons!

Das neue Design des W3C

Man vergleiche das mal mit der aktuellen Seite. Dass diese Seitenboxen im Farbton DDR-Klopapier ausgerottet wurden ist besonders erfreulich. Und wer mal etwas anklickt, der merkt, dass auch alle Unterseiten einheitlich gestaltet und im Einklang mit der Startseite sind. Die Spezifikationen (hier z.B. XHTML 1.0) sehen auch anders aus, ebenfalls mit Icons und so.

Via 456 Berea Street

« Neuere Artikel  ·  Ältere Artikel »

Hallo!

Dies ist das Blog von Peter Kröner, Webworker aus der Nähe von Osnabrück. Hier geht es um alles rund um Webdesign und Webentwicklung.

Kauft mein Buch!

Das HTML5-Buch
Bei Amazon kaufen

Mehr Infos auf html5-buch.de/

Unterstützt mein Blog!

Wenn dir gefällt was du hier liest, wirf einen Blick auf Flattr und klick‘ die kleinen orangenen Buttons unter den Artikeln an!

Neue Kommentare

Klaus

Zitat Michael ↑: Zitat Klaus ↑: Solche Aussagen sind es die Tür und Tor öffnen für Lohndumping. Man läuft bei allzu flexiblen (vorallem nach unten) Gehaltsvorstellungen Gefahr, dass...

Robert

Da saß ich wirklich verwundert vor der Mashi-Seite, und habe mich gefragt was der Shit soll, bis mir aufgefallen ist, dass das ganze im FF4b nicht läuft, im FF3.6 hingegen...

Axel

Er hat in dem Video fast wörtwörtlich behauptet, dass “Threads in Java eine schlechte Idee waren”. Wie soll man das sonst interpretieren? Das mit den NaNs hat er in...

Axel

Jetzt behauptet er auch noch, dass Threads in Java eine schlecht Idee waren und man sowieso alles mit einem Event Loop ersetzen kann. Der sollte mal dringend über seinen...

Axel

Klar, aber ich habe das Gefühl, er sollte mal bissel zurückschrauben mit seinem Ego. Bei HTML5 hat er übrigens sehr gute Punkte vorgebracht. Aber jetzt ist das Kind eh schon in den...