Es gibt bei Content-Management-Systemen zwei Kernprobleme: Wie hält man den Redakteuer davon ab, komplexe HTML-Dinge zu verwenden, die er besser lassen sollte (z.B. <blink>, <marquee> und Konsorten) und wie macht man es ihm gleichzeitig möglichst einfach, jene komplexen HTML-Konstruktionen einzufügen, die er wirklich verwenden soll? Für letzteres scheint die Lösung der Wahl in MODx Revolution aus dynamischen Chunks mit Property Sets zu liegen.

Chunks sind statischer HTML-Code, die aber seit MODx Revolution Platzhalter für wechselnden Content kennen. Diese notiert man als [[+NameDesPlatzhalters]] im Chunk-HTML.

<div class="graue-box">
<h2>[[+Headline]]</h2>
<p>
[[+Text]]
</p>
</div>

Die Verwendung dieser Platzhalter ist wie bei Snippets via Parameter möglich. Man könnte also beim Einbinden des Chunks schreiben:

[[$GraueBox? &Headline=`Lorem Ipsum` &Text=`Sed ut perspiciatis unde omnis iste natus error sit voluptatem accusantium doloremque laudantium`]]

Das Prinzip ist aus MODx seit jeher bekannt und für Nichtnerds nicht gerade komfortabel. Aber es gibt ja die Revolution tollen Drag&Drop-Funktion, mit denen man solche Konstruktionen einfach zusammenklickbar machen kann. Alles was man dazu tun muss, ist ein den Platzhaltern entsprechendes Property Set zum Chunk anzulegen. Dort gibt man an, welcher Platzhalter welchen Inhalt wiedergeben soll.

Anlegen eines Property Sets in MODx Revolution

Wenn ein Redakteur diesen Chunk nun per Drag&Drop in seinen Text befördert, poppt ein Dialog auf, in dem er den Chunk bequem konfigurieren kann:

Property-Dialog in MODx Revolution

Heraus kommt der gleiche Chunk-Code wie oben, nur dass der Redakteur sich dank des Dialogs die Verstrickung in Parameter und Sonderzeichen sparen kann. Und das Ergebnis ist trotzdem ein sauberes, standardisiertes Stück HTML. Property Sets gibt es nicht nur für Chunks, sondern für alle Contentressourcen – komplizierte Snippets lassen sich also auch auf diese Weise konfigurieren und dann einfach einfügen.

Das MODx-Logo

MODx hat gestern die zweite Beta seiner Version 2.0 herausgebracht. Die neue Version, MODx Revolution genannt, ist ein kompletter Rewrite des alten Systems und mit Eintritt in die Beta-Phase wurde der Feature Lockdown erklärt – das heißt, dass alle Funktionen soweit sind, dass nur noch Bugs ausgemerzt werden müssen. Ein guter Anlass, die Neuheiten beim besten CMS der Welt einmal genauer zu beleuchten.

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 Silverstripe

27. Februar 2009, 11:48 Uhr 9 Kommentare · Schreiben

Vor Urzeiten hatte ich mal beim Gerrit was über das CMS Silverstripe gelesen und mangels anderer sinnvoller Tätigkeiten gestern mal installiert und ausprobiert. Fazit: das Ding ist nicht verkehrt.

Das Silverstripe-Logo

Silverstripe ist zunächst mal ein normales freies (BSD-Lizenz) CMS, das alles kann, was man so braucht. Seiten, Kommentare, ein Blog-Modul und APIs zum Weiterentwickeln, alles ist da. Dem ganzen liegt ein PHP5-Framework namens Sapphire zugrunde, auf dem Silverstripe als Anwendung läuft. Das macht es möglich, andere Anwendungen auf Sapphire-Basis zu bauen und mit dem CMS zu verzahnen. Die Standard-Module wie z.B. das Blog, das Forum und das funktionieren genau so und integrieren sich, obwohl komplett vom CMS getrennt, sehr schön in die Seite und auch ins (schicke) Admin-Interface.

Das Admin-Interface von Silverstripe

Das Template-System ist einfach und dank des objektorientierten Framworks sind kleinere Erweiterungen und Scripts auch nicht schwer zu bauen. So erstellt man zum Beispiel ein Formular für einen Poll:

function BrowserPollForm() {

	// Create fields
	$fields = new FieldSet(
		new TextField('Name'),
		new OptionsetField('Browser', 'Your Favourite Browser', array(
			'Firefox' => 'Firefox',
			'Internet Explorer' => 'Internet Explorer',
			'Safari' => 'Safari',
			'Opera' => 'Opera',
			'Lynx' => 'Lynx'
		))
	);

	// Create actions
	$actions = new FieldSet(
		new FormAction('doBrowserPoll', 'Submit')
	);
	return new Form($this, 'BrowserPollForm', $fields, $actions);

}

Der einzige echte Haken scheint die Performance zu sein. Dass man mit einem ausgewachsenen MVC-Framework keine Geschwindigkeitsrekorde bricht, ist irgendwo nicht ganz unlogisch. Aber dann muss einfach der Websprace etwas mehr Power haben als normal, von nix kommt eben nix.

Fazit: Sieht gut aus, kann man bei Gelegenheit mal zum Einsatz bringen

 Microsite-CMS?

7. Oktober 2008, 00:02 Uhr 35 Kommentare · Schreiben

Gibt es sowas wie ein brauchbares CMS, das auf Microsites zugeschnitten ist? Google liefert mir gerade nur Schrott (Nimm doch Typo3) und ich könnte wohl so langsam mal eins gebrauchen. Ja, man könnte auch WordPress oder etwas vergleichbares dafür nehmen, aber da stecken doch wieder 10000 Funktionen drin, die man dann gar nicht braucht. Von angeschlossenen Sicherheitslücken bei so komplexen Systemen mal ganz zu schweigen.

Es müsste eigentlich gar keinen richtigen Admin-Bereich haben sondern nur eine Ajax-Edit-Oberfläche, ein Plugin-System für Add-Ons wie Galerien oder Formulare wäre nicht verkehrt und am besten sollte es auch ohne Datenbank funktionieren. So richtig basic. Und frei sollte es auch sein.

Wenn es das in dieser Form nicht gibt, wäre das mal ein Projekt, das man anleiern sollte.

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Jetzt behauptet er auch noch, dass Threads in Java eine schlecht Idee waren und man sowieso alles mit einem Event Loop ersetzen kann. Der sollte mal dringend über seinen...

Axel

Klar, aber ich habe das Gefühl, er sollte mal bissel zurückschrauben mit seinem Ego. Bei HTML5 hat er übrigens sehr gute Punkte vorgebracht. Aber jetzt ist das Kind eh schon in den...