Ihr wisst nicht wie gut ihr es habt. Eure Betriebssysteme können das mächtige Programm namens Photoshop
von Haus aus starten. Dieses Programm braucht wirklich jeder, der etwas auf sich zu halten glaubt, weswegen wir Anhänger der Pinguin-Fraktion einiges an Mühe auf uns nehmen, um es auch auf unseren seltsamen Systemen zu installieren.
In diesem Artikel zeige ich euch anhand der Linux-Distribution Xubuntu (Version 7.10) und Photoshop CS, wie kompliziert einige Dinge für Freunde freier Software immer noch sind. Der Vorgang ist extrem komplex, aber ich habe Screenshots gemacht um im Detail zu zeigen, was euch glücklicherweise erspart bleibt.
Vorbereitung
Im ersten Schritt muss ein Programm namens WINE installiert werden, das es erlaubt, Windows-Programme unter Linux auszuführen.
Zu diesem Zwecke aktivieren wir eine Checkbox und klicken auf einen Installieren
-Button. Download und Installation von WINE erfolgen dann ohne weiteres Zutun, allein die Windows-Version die WINE emulieren soll muss dann noch in einem Konfigurationsprogramm gewählt werden.
Das war der einfache Teil!
Installation von Photoshop
Zur Installation von Photoshop legen wir die CD mit dem Installationsprogramm ein. Je nach Konfiguration des Systems öffnet sich der Autostart entweder von selbst oder muss durch einen Doppelklick im Dateimanager manuell gestartet werden.
Darauf begrüßt uns auch schon der Installer.
Besagtes Installationsprogramm fordert in Folge zahlreiche kompliziert Eingaben, die den unwissenden Nutzer verwirren können.
Das stört aber nur bedingt, denn wir klicken einfach so lange auf Weiter
, Bestätigen
und Übernehmen
, bis uns der erfolgreiche Vollzug der Installation gemeldet wird. Nun muss Photoshop muss zum Start unter Linux bewegt werden.
Photoshop starten
Ab hier wird es richtig kompliziert, denn der Eintrag zum Start von Photoshop muss im Startmenü erst einmal gerfunden werden. Ist das geschafft, kann man das Programm durch einen beherzten Klick ausführen.
Und dann ist es endlich geschafft! Photoshop läuft auf Linux.
Fazit
Wie deutlich zu sehen war, ist es zwar theoretisch möglich richtige Programme (d.h. solche, die nicht Namen wie gtlkgfet-1.2.04.6 tragen) unter Linux auszuführen. Allerdings ist auch deutlich geworden, dass der Aufwand in kleinem Verhältnis zum Ertag steht. Ein stabiles, kostenloses System mit einer riesigen Software-Auswahl mag schön und gut sein, aber so lange selbst die Installation von Programmen ein abgeschlossenenes Informatik-Studium voraussetzt, bleibt Linux etwas für Nerds und Großrechner.
Liebe Jünger des heiligen Steve und Sklaven des mächtigen Bill, seid froh, dass euch die Auseinandersetzung mit dererlei Ungemach erspart bleibt.
Christian ¶
Geschrieben am 15. November 2007 um 23:01 Uhr
Meinst du denn irgendwann kommt der Tag an dem Adobe sein Photoshop auch für die Freaks veröffentlicht? Schön wärs… dann könnte ich endlich produktiv auf Linux umsteigen. Derzeit ist Photoshop fast das einzige Programm das mich von einem endgültigem Umstieg abhält.
Photoshop zu installieren soll ja nicht das Problem sein, aber mir wurde gesagt das man was CS2 angeht schon mit starken Performance-Verlusten rechnen sollte? Kannst du das bestätigen?