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Angesichts des gerade wieder grassierenden Apple-Hypes und der Tatsache, dass in 14 Tagen das neue Ubuntu erscheint, ist es an der Zeit, sich mal wieder mit einem richtigen Betriebssystem zu befassen. Wer es noch nicht weiß: Ubuntu ist eine nicht-nerdige Linuxvariante, mit der auch ich jeden Tag arbeite und mit der selbst meine Oma klarkommen würde. Für tiefergehende Informationen sei der hervorragende Wikipedia-Artikel zum Thema und meine eigene, vielleicht etwas weniger hervorragende Artikelserie empfohlen.
Ubuntu 8.10, ausgestattet mit dem Codenamen Intrepid Ibex (unerschrockener Steinbock) hat einige nette Features im Gepäck, die ich in aller Kürze vorstellen möchte:
- Netzwerkverbesserungen:
A particular focus for us will be pervasive Internet access, the ability to tap into bandwidth whenever and wherever you happen to be
, so Mark Shuttleworth. Um das zu erreichen, wird der neue Network Manager 0.7 mitgeliefert. - Verschlüsselte User-Verzeichnisse: Jeder Nutzer kann in seinem Home-Ordner ein verschlüsseltes Verzeichnis ~/Private anlegen, an das ohne Passwort kein Schäuble oder anderer Abschaum herankommt. In Zukunft (d.h. nach Intrepid Ibex) könnte es auch möglich sein, den kompletten Home-Ordner zu verstecken, was ja durchaus sinnvoll wäre.
- Temporäre Gast-Accounts: Bei Bedarf lässt sich direkt über das User Switcher Panel Applet eine temporärer Gast-Session mit stark eingeschränkten Rechten starten. Praktisch wenn man den Laptop einmal ungefährdet aus der Hand geben möchte.
- Allerlei Updates: Der Linux-Kernel 2.6.27 bringt massiv erweiterten Hardware-Support, das neue X.Org 7.4 läuft zur Not auch ohne Konfigurationsdatei und ist damit kaum kaputtzuspielen, Samba 3.2 kann noch besser mit Windows-Netzwerken, GNOMEs Dateimanager Nautilus bekommt Tabs … und so weiter.
Alles nicht unbedingt spektakulär, aber wenn das mit dem Netzwerk alles so funktioniert, wie es der Shuttleworth sich wünscht, soll mir das sehr recht sein. Weitere Features und Details gibt es im Technical Overview des Ubuntu-Wikis.
Was freilich nicht so toll ist, ist dass weder OpenOffice 3 noch Gimp 2.6 von Haus aus im Gepäck sein werden – denn die haben beide den Fehler gemacht, erst nach dem Feature Freeze zu erscheinen. Da muss man dann eben von Hand nachrüsten.
Da der zu erwartende Ansturm am 30. Oktober enorm sein wird, sollte man mit dem Distro-Upgrade am besten so um die 24 Stunden nach dem Release abwarten oder, wenn man es auf die CD-Images abgesehen hat, Bittorrent benutzen.

Marc ¶
Geschrieben am 16. Oktober 2008 um 14:43 Uhr
Das letzte Kernel-Update gestern morgen hat mir komplett die Grafik zerschossen. Jaja, kein Wunder wenn man den proprietären NVIDIA-Treiber nutzt. Aber das Fixen dieses Fehlers hat mir auch die Angst vor einem Distri-Upgrade genommen. Das schöne an Linux ist und bleibt eben, dass zwar mal was schief gehen kann, aber eben nie so schief, dass alle Daten im A… sind. Die Konsole geht nunmal (fast) immer noch.